NEUERWEG  =  Gesprächsrunde  
 
 
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Gesprächsrunde
 
Kein smallTalk und kein Kaffeeklatsch  —  eine Gesprächsrunde ist doch intensiver: in der Form, in der Thematik, in der Wirkung.
 
Der Rahmen

Wann  Wo  Wer  Wie
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2 Zeitstunden,
individuelle Pausen jederzeit möglich (Raucherecke im Hof);
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Kreis, ohne Tisch (offene Kommunikation, freier Blickkontakt);
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keine professionelle 'Anleitung' und keine Gruppenleitung;
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Gesprächs-Moderation durch geschulte Teilnehmer*innen;
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wir sagen du + Vornamen (persönlich und anonym!).
 
 
Form
 
Jede Gesprächsrunde hat 3 Phasen:
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Anfangsrunde.  Jede*r hat Raum für sich:

Wer bin ich? Wie fühle ich mich? Was bewegt mich gerade?
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Gesprächsrunde.  Offener Diskurs:

eigene und gemeinsame Reflexion mit gegenseitigem Feedback;

Fokussierung auf das. was uns wichtig ist. (Ohne Themenvorgabe)
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Schlussrunde und Abschied.  Blick auf sich selbst:

Wie geht es mir jetzt? Nehme ich etwas für mich mit?
 
 
Thematik
 
Die Teilnehmer*innen bestimmen die Gesprächsthemen selbst!
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Eigene, ganz persönliche Schwerpunkte: Gedanken und Gefühle;
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Probleme, Sorgen, Ängste, Erlebnisse, Erfahrungen, Positionen;
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Zweifel, Befürchtungen, Bedürfnisse, Wünsche, Sehnsüchte;
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Informationen, Anichten und Einsichten, Ideen und Impulse;
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unmittelbar innerhalb der Runde ausgelöste Empfindungen;
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praktische Fragen (z.B. Entgiftung, AEB, REHA, Kliniken etc.);
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konkrete Punkte (z.B. Suchtdruck, Rückfall-Vermeidung);
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Orientierung und Fokussierung:

Abhängigkeit  Abstinenz
indirekte Belastung
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Thema Rückfall:
Gerade in der vertraulichen und offenen Thematisierung im Gespräch kann jeder Rückfall genutzt werden, um den nächsten zu verhindern.
 
 
Wirkung
 
Jede Gesprächsrunde hat immer zwei Ebenen:

1.  inhaltliche Ebene
(= das, worüber wir gerade sprechen)

2.  intuitive, emotionale Ebene
(= das, was wir im Gespräch erleben.)

Gerade im Zusammenwirken dieser beiden Ebenen können wir alle gegenseitig profitieren — in den vielfältigen Aspekten der Selbsthilfe:
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Kontakt statt Isolation: mit dem Thema nicht allein sein.
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Kommunikation: die Dinge ansprechen und besprechen.
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Information: von den Erfahrungen der anderen profitieren.
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Respekt: in der ganz persönlichen Situation akzeptiert sein.
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Intuitives Verständnis: nicht alles von  A-Z erklären müssen.
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Impulse: Entscheidungen prüfen, treffen, ändern, erneuern.
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Empathie: auch in schwierigen Gefühlen angenommen sein.
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Feedback: die Reaktionen der anderen für sich selbst nutzen.
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Authentizität: sich anderen offen zeigen und zumuten dürfen.
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Selbstwahrnehmung: im Miteinander auch sich selbst spüren.
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Reflexion: die eigenen Denk- und Gefühlsmuster identifizieren.
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Perspektiven: auf die eigenen Fragen eigene Antworten finden.
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Entlastung: sich die Dinge von der Seele reden, Druck loswerden.
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Kontinuität: die eigenen Konsequenzen überprüfen und anpassen.
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Motivation: sich gegenseitig ermutigen, inspirieren und aktivieren.
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Achtsamkeit: das Bewusstsein für Risiko-Situationen wachhalten.
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Anerkennung: in Veränderungen und Erfolgen bestätigt werden.
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Solidarität: sich in Problemsituationen gegenseitig unterstützen.
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Dynamik: Vertrauen riskieren ... und Selbstvertrauen gewinnen.
 
 
NEUERWEG
 
Persönliche Perspektiven und Lösungen (auch und gerade aus der Abhängigkeit!) lassen sich nicht vorsagen oder gar vorschreiben. Lösungen lassen sich im Gespräch auslösen, auf den Weg bringen, auch immer wieder neu — mit neuen Impulsen für Gedanken und Gefühle: in einer besonderen Atmosphäre.
 
 
 
= Selbsthilfe Gesprächsrunde Atmo Wer  Wie Wann  Wo
Kontext:  Abhängigkeit (Alkohol / etc. / ...?) Kontext:  Abstinenz
Kontext:  indirekte Belastung für Partner*innen / Angehörige
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